Konsent-Entscheidung: gemeinsam zu klaren und tragfähigen Lösungen
Eine Entscheidung per Konsent gilt als getroffen, wenn es keine schwerwiegenden Einwände mehr gibt. Dabei werden alle betroffenen Teammitglieder gehört.
Warum Konsent Entscheid
Konsent bedeutet, dass ein Vorschlag geprüft wurde und keine triftigen Argumente dagegen sprechen. Konsent ist ein entscheidendes Prinzip der Soziokratie 3.0. Dadurch fliessen das kollektive Wissen und verschiedene Perspektiven ein, ohne langwierige Verhandlungen zu erfordern.

Ablauf Konsent-Entscheidung
Einwand
Ein Einwand bezieht sich auf Mängel oder Verbesserungsmöglichkeiten eines Vorschlags. Wenn ein Vorschlag das Problem nicht löst oder die Zielerreichung gefährdet, ist der Einwand zum Wohl des Teams wichtig. Das Team muss dann gemeinsam eine Lösung finden, die den Einwand berücksichtigt.
Toleranz, Präferenz und Konflikt
Es geht nicht um persönliche Befindlichkeiten, sondern um die fachliche Bewertung im Hinblick auf gemeinsame Ziele und Vereinbarungen. Auch unscharfe Einwände sollten auf ihren Gehalt hin geprüft werden, da sie auf Missstände hinweisen können.
Konsent abfragen
Anstatt zu fragen, ob jemand Konsent gibt, sind präzisere Formulierungen sinnvoll:
- „Kann jemand einen Grund nennen, weshalb der Vorschlag nicht umgesetzt werden sollte?“
- „Widerspricht der Vorschlag unseren Zielen, Werten oder geltendem Recht?“
- „Ist der Vorschlag gut und sicher genug für einen Versuch?“
Konsent geben
Konsent bedeutet, dass keine weiteren Einwände gegen den Vorschlag bestehen. Es ist eine Zusicherung, dass der Vorschlag nach Prüfung der Rolle und Verantwortung im Team als geeignet erscheint.
Schnell in allen Situationen
Obwohl das Konsent-Verfahren mehrere Runden erfordert, führt es effizient zu guten Entscheidungen. In der Praxis hat sich gezeigt, dass Konsent in verschiedenen Situationen gut funktioniert.
Soziokratie oder mehr Selbstorganisation etablieren?
Gerne unterstützen wir Sie dabei