zwei Personen unterhalten sich sitzend in einem Raum
Methoden Koffer

Feedback, das ankommt: Wertschätzung leben, Vertrauen stärken

Im Führungsalltag und in der Zusammenarbeit ist Feedback nicht einfach nur ein Tool – es ist ein Motor für Entwicklung und Wachstum. Doch wie oft wird Feedback tatsächlich so gegeben, dass es auch wirklich ankommt und Veränderungen bewirkt?

Warum Feedback Gold wert ist?

Feedback, auch kritisches, ist der Schlüssel, um sowohl individuelle als auch kollektive Potenziale zu entfalten. Es hilft dir nicht nur, positive Verhaltensweisen zu fördern, sondern auch, deine Selbst- und Fremdwahrnehmung in Einklang zu bringen. In einem Team steigert eine gute Feedback-Kultur die psychologische Sicherheit und stärkt das Vertrauen – zwei essentielle Bausteine für langfristigen Erfolg.

Was du beachten solltest?

Als Führungskraft bist du ständig gefordert, Wertschätzung zu leben und Vertrauen zu stärken – keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass wir die Welt immer durch unsere eigene „Haltungsbrille“ sehen. Der Schlüssel? Begegne deinem Gegenüber auf Augenhöhe. Nur so wird dein Feedback die Wirkung erzielen, die du dir wünschst.

 

Wir geben dir unten ein paar Feedback Methoden zur Hand, die je nach Situation und Bedarf eingesetzt werden können. Kurze Anleitungen, einfache Anwendung.

Interessiert? Probiere diese Methode aus und erlebe, wie Feedback in deinem Team auf eine ganz neue Weise ankommt und positive Veränderungen bewirkt.

 

 

Feedback Methoden

5-Finger-Methode: So gibst du effektives Feedback

Eine Methode, die sich in vielen Teams bewährt hat, ist die 5-Finger-Methode. Sie ist besonders geeignet, um ausgewogene und vielseitige Rückmeldungen zu geben – ob beim Check-Out eines Meetings oder in einem anderen Team-Kontext.

 

  • Daumen: Was lief gut? Ein klassisches „Daumen hoch“ für positive Aspekte.
  • Zeigefinger: Was hast du gelernt? Welche neuen Einsichten hast du gewonnen?
  • Mittelfinger: Was hat dir nicht gefallen? Trau dich, auch kritische Punkte anzusprechen.
  • Ringfinger: Wie hat das Feedback auf dich persönlich gewirkt? Welche Emotionen wurden ausgelöst?
  • Kleiner Finger: Was kam zu kurz? Was würdest du dir beim nächsten Mal mehr wünschen?
SAG ES: Klare Struktur für herausfordernde Feedback-Gespräche

Die „SAG ES“-Methode bietet eine klare Struktur, um Feedback auf Augenhöhe zu geben und auch schwierige Situationen anzusprechen:

  • S: Sichtweise schildern – „Mir ist aufgefallen …“
  • A: Auswirkung erläutern – „Das hat zur Folge, dass …“
  • G: Gefühle benennen – „Ich fühle mich …“
  • E: Erfragen, wie die andere Person die Situation sieht – „Wie hast du das erlebt?“
  • S: Schlussfolgerung ziehen – „Wie könnte eine Lösung aussehen?“

Diese Methode eignet sich sowohl für die direkte Anwendung in Gesprächen als auch zur Vorbereitung durch Selbstreflexion.

 

Hier ein kleines Beispiel von Formulierungen bei der Methoden-Anwendung:

Beispiel für Sachverhalt schildern

Mögliche Formulierungen:“Mir ist aufgefallen, dass…“ „Ich habe beobachtet, dass…“ „X hat mich darauf angesprochen…»

Beispiel für Auswirkung beschreiben

Mögliche Formulierungen: „Für mich heisst das… “ „Ich befürchte, dass dadurch…“ „Für das Team / Projekt bedeutet das…“

Beispiel für Gefühle benennen

Mögliche Formulierungen: „Ich fühle mich damit… “ „Das schlägt mir auf den Magen.“ „Das ärgert mich / macht mich traurig.“ „Mir ist es unangenehm.“

Beispiel für Erfragen der Sichtweise

Mögliche Formulierungen: „Wie siehst du das?“ „Wie stellt sich die Situation für dich dar? “ „Wie kam es denn dazu?“

Beispiel für Schlussfolgerung ziehen

Mögliche Formulierungen: „Wie könnte eine Lösung aussehen?“ „Ich wünsche mir…“ „Ich erwarte…“ „Was können wir tun?“

Ampel-Feedback: Ein schnelles Stimmungsbild einholen

Das Ampel-Feedback ist eine einfache und effektive Methode, um ein schnelles Stimmungsbild innerhalb einer Gruppe zu erfassen. Diese Methode kann in verschiedenen Situationen eingesetzt werden – sei es zur Reflexion am Ende eines Meetings, um Übereinstimmungen und Unterschiede in der Gruppe herauszuarbeiten oder um eine Diskussion anzustoßen. Auch in der digitalen Welt lässt sich diese Methode leicht umsetzen, beispielsweise durch entsprechende Emoticons in Videokonferenzen.

 

  • Grüne Karte: Zustimmung
  • Gelbe Karte: Ambivalenz oder Unsicherheit
  • Rote Karte: Ablehnung
Feedback-Boutique: Nimm, was für dich passt

Die Feedback-Boutique ist ein flexibler Ansatz, bei dem du Feedback wie in einem Ladenregal auswählst, was für dich passt:

  • Höre das Feedback an und nimm es entgegen, ohne sofort darauf zu reagieren.
  • Überlege, ob etwas dran sein könnte, und denke darüber nach.
  • Entscheide, ob das Feedback für dich relevant ist oder nicht.
  • Falls du neugierig bist, frage nach und lerne mehr.

Dieser Ansatz erlaubt es dir, Feedback in deinem eigenen Tempo zu verarbeiten und die Aspekte zu nutzen, die für deine persönliche und berufliche Weiterentwicklung am wichtigsten sind.

Zwei Frauen unterhalten sich und blicken dabei in die Ferne

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