Co-Creation: Mehrwert durch gemeinsame Gestaltung und Innovation
Co-Creation ermöglicht es Teams, interdisziplinären Teams oder gemeinsam mit Kund:innen, Partner:innen innovative Lösungen zu entwickeln und nachhaltigen Mehrwert zu schaffen. Durch den aktiven Austausch und die Integration unterschiedlicher Perspektiven entsteht ein kreativer Prozess, der die Zusammenarbeit fördert und zu besseren Ergebnissen führt. So wird der gemeinsame Schöpfungsprozess zur treibenden Kraft für Erfolg.
Welcher Nutzen bringt Co-Creation?
- Förderung von Innovation: Co-Creation bringt unterschiedliche Perspektiven zusammen, was oft zu kreativeren und innovativeren Lösungen führt, die ein einzelner Akteur allein nicht erreichen könnte.
- Verbesserte Zusammenarbeit und Teamdynamik: Der gemeinsame Schöpfungsprozess stärkt die Zusammenarbeit und das Vertrauen im Team, da alle Beteiligten aktiv zur Lösung beitragen.
- Höhere Identifikation und Engagement: Wenn Mitarbeitende an der Entwicklung von Ideen und Lösungen beteiligt sind, identifizieren sie sich stärker mit den Ergebnissen und zeigen mehr Engagement in der Umsetzung.
- Bessere Kundenorientierung: Durch die Integration von internen und externen Stakeholdern in den Prozess kann die Co-Creation helfen, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die stärker auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sind.
Was sind wichtige Voraussetzungen?
Möchten Sie Co-Creation ausprobieren? Unten finden Sie ein paar Methodenanleitungen dazu.
Co-Creation Methoden
Design Thinking

Schritt 1: Verstehen – Empathie entwickeln
Der erste Schritt im Design Thinking besteht darin, die Bedürfnisse und Herausforderungen der Zielgruppe tief zu verstehen. Es geht darum, sich in die Perspektive der Menschen zu versetzen, um ihre tatsächlichen Probleme und Wünsche zu erkennen.
- Instrumente: z.B. POV (Point-of-View), Stakeholder Map, Semantische Analyse
Schritt 2: Beobachten – Problem definieren
Basierend auf den Erkenntnissen wird das zentrale Problem klar definiert. Dies schärft den Fokus für die folgenden Schritte und hilft, die richtigen Herausforderungen anzugehen.
- Instrumente: z.B. Semantische Analyse, Interviews
Schritt 3: Synthese
In diesem Schritt werden die gesammelten Informationen zusammengeführt und analysiert, um Muster zu erkennen und tieferliegende Einsichten zu gewinnen. Ziel ist es, eine klare Ausrichtung für den Lösungsprozess zu entwickeln.
- Instrumente: z.B. Persona, Value Proposition Maps, Customer Journey
Schritt 4: Ideen finden
Jetzt beginnt die kreative Phase. Hier werden vielfältige und innovative Lösungsansätze entwickelt. Durch Methoden wie Brainstorming sollen möglichst viele Ideen ohne Bewertung gesammelt werden.
- Instrumente: z.B. Brainstorming, Kreativitätstechniken (Reframing, Walt-Disney Methode, 6-3-5 Brainwriting, Bodystorming, Umkehrmethode etc.)
Schritt 5: Prototyp entwickeln
Die besten Ideen werden in einfache, greifbare Prototypen umgesetzt. Diese Prototypen sind dazu da, die Idee zu visualisieren und eine Grundlage für das Testen zu schaffen.
- Instrumente z.B. mit Lego, Rollenspielen, Mock-up oder einfach Papier, Stift und Bastelmaterial.
Schritt 6: Testen und Feedback einholen
Im letzten Schritt werden die Prototypen getestet und das Feedback der Nutzer eingeholt. Dieser iterative Prozess ermöglicht es, die Lösungen immer weiter zu verfeinern und zu optimieren, bis sie die Bedürfnisse der Zielgruppe bestmöglich erfüllen. Danach folgt die Strategie und Konzeptentwicklung der Einführung.
- Instrumente: z.B. User Tests, Validierung mit Nutzerbezug, Value Factor Analyse, NABC
Theorie U
Die von Otto Scharmer entwickelte Theorie U hilft, Organisationen aus der Zukunft heraus zu gestalten, anstatt auf die Vergangenheit zu blicken. Sie stellt konkrete Werkzeuge zur Verfügung, die uns dabei unterstützen von der Zukunft her zu denken und zu handeln.
Wie gelingt Co-Creation?
Veränderungen gelingen, wenn Denken und Handeln konsequent auf eine wünschenswerte Zukunft ausgerichtet sind. Ein wichtiger Schritt dabei ist das Bewusstsein für die eigenen blinden Flecken. Die Theory U, führt durch einen dreiteiligen Prozess:
Zunächst erfolgt intensives Zuhören, Beobachten und Wahrnehmen (1).
Darauf folgt eine Reflexionsphase (2), in der sich neue Ansätze verdichten (3).
Diese Ideen werden direkt in einfachen Prototypen getestet. Das schnelle Feedback ermöglicht es, die Ideen entweder zu verwerfen oder weiterzuentwickeln.

Effectuation
Effectuation: Unternehmerisches Handeln und Denken
Effectuation steht für eine eigenständige Entscheidungs- und Handlungslogik, die dabei hilft, unter Unsicherheit Neues zu schaffen. Sie ermöglicht es, aktiv die Zukunft zu gestalten, auch wenn genaue Vorhersagen oder eine detaillierte Planung nicht möglich sind.
Nutzen von Effectuation:
- Neues schaffen: Aus vagen Ideen entstehen innovative Produkte, Dienstleistungen und Lösungen.
- Gemeinsame Gestaltung: Co-Kreation durch Partnerschaften mit denen, die bereit sind, das Neue mitzugestalten.
- Handlungsfähigkeit: Durch einfache Faustregeln wird entschieden, was als nächstes zu tun ist.
Der Prozess beginnt mit dem Handeln
Effectuation setzt an vorhandenen Ressourcen an: Was kann ich sofort mit dem, was ich habe, tun? Der erste Schritt ist, noch unausgereifte Ideen zu teilen und Mitstreiter zu finden. Jeder neue Partner bringt weitere Mittel ein und beeinflusst die Zielrichtung. Mit jeder Runde von Denken und Handeln werden die Ziele klarer und das Neue entsteht Schritt für Schritt – sei es ein Produkt, eine Dienstleistung, ein Markt oder eine Lösung.
Grundprinzipien von Effectuation:
- Mittelorientierung statt Zielvorgabe:
Im Gegensatz zur klassischen Zielsetzung, die Mittel definiert, um vorgegebene Ziele zu erreichen, beginnt Effectuation mit den verfügbaren Mitteln. Wer bin ich, was weiß ich, und wen kenne ich? Diese Ressourcen bestimmen die Handlungsmöglichkeiten. - Fokus auf leistbaren Verlust statt auf erwarteten Gewinn:
Anstatt sich auf potenzielle Erträge zu konzentrieren, wird nur so viel eingesetzt, wie man bereit ist, zu verlieren. Dies schützt vor unvorhersehbaren Risiken in unsicheren Situationen. - Chancen im Ungeplanten erkennen:
Während kausales Denken Überraschungen als Hindernisse sieht, betrachtet Effectuation den Zufall als Chance. Es geht darum, das Unerwartete in eine neue Möglichkeit zu verwandeln. - Partnerschaften eingehen statt Konkurrenzdenken:
Anstatt sich gegen potenzielle Konkurrenz abzugrenzen, setzt Effectuation auf Partnerschaften mit denen, die bereit sind, sich auf das Vorhaben einzulassen. So erweitern sich die Handlungsspielräume und Möglichkeiten.
Moonshot Denken
Moonshot Thinking: Radikale Lösungen für grosse Herausforderungen
Moonshot Thinking ist ein Ansatz, der sich auf die Lösung grosser, scheinbar unlösbarer Probleme durch disruptive Technologien konzentriert. Ziel ist es, mit kreativen und bahnbrechenden Ideen eine Transformation herbeizuführen.
Anwendung des Moonshot Thinking:
- Denken in Faktor zehn statt zehn Prozent
Anstatt sich mit kleinen, schrittweisen Verbesserungen zufrieden zu geben, wird eine Lösung angestrebt, die das Problem um das Zehnfache verbessert. Dieser Ansatz verlangt, mutig und visionär zu sein. - „Fail fast and learn“: Scheitern als Teil des Prozesses
Scheitern gehört unweigerlich zum Moonshot Thinking. Umso wichtiger ist es, schnell zu experimentieren und permanent Feedback-Schleifen (wie den Build-Measure-Learn-Zyklus) in den Prozess zu integrieren. Dadurch können Lösungen kontinuierlich optimiert werden. - Fehlerkultur fördern
Um Moonshot Thinking erfolgreich anzuwenden, muss die Unternehmenskultur Kreativität und Risikobereitschaft der Mitarbeitenden fördern. Eine offene Fehlerkultur ist entscheidend, damit neue und radikale Ideen gedeihen können.
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